Anspruch und Wirklichkeit

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Ich kann dem nur zustimmen, MediaWiki wird derzeit von übereifrigen, sozusagen wildlaufenden Softwareschreibern mit Unsinns"feature"s vollgestopft und die Wikipedias ebenso. Es ist lachhaft glauben zu wollen, daß man Drittweltschreiber außerhalb einiger gut ausgestatteter Organisationen gewinnen kann, wenn mit den üblichen Rechnern und Systemen, die die erste Welt seit 5-10 Jahren als Schrott ansieht, praktisch nichts funktionert, zumindesten nicht mit erträglichen Antwortzeiten. Nur zwei Beispiele für benutzerunfreundliche Dinge, die Schreibern aufgezwungen werden, wobei ich mich nicht beschwere, daß es sie gibt, sondern nur, daß sie nicht abschaltbar sind.

  1. JavaScript. Es muß eine komplett scriptfreie Version der Bedienung geben. Nicht nur sind Scripte gerade bei älteren Rechnerumgebungen riesige Bremsen, wenn sie überhaupt funktionieren, sie sind auch eklatante Sicherheitsrisiken, da es keine Garantie gibt, daß ein Script unverändert vom Server zum Anwenderrechner gelangt.
  2. Diskussionsseiten neuen Stils. Editieren Lernen ist ohnehin nicht einfach, insbesondere für Leute ohne besondere Ausbildung oder Erfahrung im Umgang mit "parsenden" Textsystemen. Will jemand an den neuen Diskussionen teilnehmen, muß er ein weiteres System lernen, bei dem nebenbei auch noch permanent softwareseitig Vieles umsortiert wird. Das Nachlesen geführter Gespräche und das Nachhalten von einmal Erreichtem ist schwierig und extrem zeitaufwendig. Schon auf 5 Jahre alten Rechnern der Industriestaaten, die mit damals kostengünstigen Komponenten ausgestattet wurden, kann es Minuten dauern, in denen der Rechner/Browser praktisch blockiert ist und nur irgendwelche Bildschirminhalte wild blinkend auftauchen, wieder verschwinden, die Position wechseln und so fort, bis die Bedienbarkeit der Diskussionsseiten wieder hergestellt ist und man mit Lesen beginnen kann.

Ein weiterer Punkt ist die proaktive Benutzerbetreuung. Auch dazu ein Beispiel:

  1. Ein Benutzer hat sich von einem Kollegen zwei zusätzliche sehr nützliche Knöpfe in die Kopfleiste des Editierfensters einbauen lassen, neben denen, die er nie brauchte und dennoch nicht abschalten konnte. Die Lebensdauer der Knöpfe war im Schnitt kaum ein Jahr, dann funktionierten sie nicht mehr, weil irgendwo irgendetwas umgestellt wurde - ohne Vorwarnung, und obwohl es für die Umsteller ein leichtes gewesen wäre, zu erkennen, daß Benutzer solche Zusatzknöpfe benutzten. Es wäre sogar einfach gewesen, festzustellen wer sie benutzt und die notwendigen Adaptionen durchzuführen. Bei Vorlagenänderungen ist das selbstverständliche Praxis. Softwareänderungen erfolgen jedoch fast immer in der jahrzehntelang bekannten Arroganz "Wir sind die Programmierer, was interessieren uns Nutzer?"

Schlußfolgerung: Macht es einfach, laßt es einfach, und orientiert Euch bei Euren Entscheidungen wirklich daran, was das Erleben der Nutzer bestimmt.

Conclusion: Make it simple, keep it simple, really focus on user experience when making decisions.

Purodha15:45, 16 March 2011

Seh ich auch so - erst mal die Ursachen analysieren

  1. dazu wäre es erst mal wichtig zu schauen, welche Projekte betroffen sind - de-wiki? wikionary? bar-wiki ... u.s.w. - oder ob es überall gleichermaßen läuft.
  2. wie es sich in anderen Bereichen das Internets sich entwickelt - beispielsweise in fachbezogenen Foren (ist da die Mitarbeit ab- oder zunehmend)
  3. ... und grundsätzlich natürlich die Nachwuchsarbeit fördern (die ehemals emsigen "Jungen" sind mittlerweile zehn Jahre älter :-) und verhalten sich eben auch so) und nicht an die Wand fahren lassen.

Um das Problem in den Griff zu kriegen, bräuchte man erst mal Zahlen, Daten und Fakten ... so kann man als einzelner User nur rumphilosophieren, also auf Stmmtischniveau Vorschläge machen. Viele Grüße Redlinux 21:18, 2 April 2011 (UTC)

Redlinux21:18, 2 April 2011